Die Linke über den Muscheln

Wellen. Endlich wieder Wellen. Es ist Freitag und wir folgen dem im Sommer scheinbar so lauten Rufen der Küste, zurück zu alten Stränden im neuen Sandkorngewand. Etwas Swell, etwas Wind und auch Sonnenschein, so lautet Verheißung. Wir rollen die letzten Meter der Küste entgegen als die Sonne das erste Mal durch die so allgegenwärtigen Wolken bricht. Endlich wieder Nächte unter dem grauen Fleecedachhimmel unseres Busses und dem Duft nordischer Wälder. Doch statt endlich wieder Wellen, erwatet uns das funkelnde Grau zunächst in aller Stille. Also gefallen wir uns so sehr im einfachen Leben, dass wir fast die aufkommende Linke über den Muscheln verpassen. Kniehoch schält sie sich in die Bucht. Die Dorfjugend balanciert bereits Eleganz auf die langen Planken als wir ins warme Nass eintauchen. Wir sammeln Minuten auf dem Gleitzeitkonto und hoffen auf endlich wieder positive Beträge am nächsten Morgen. An jenem machen wir uns wieder auf die Suche, sehen den Swell, doch finden keine Erfüllung unserer salzigen Träume mehr. So bleibt das, was nur Anfang sein sollte, ein doch versöhnlicher Höhepunkt der kurzen Reise.

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