Westwärts gen Irland

Nicht mehr als ein Fuß ist das in der Mitte der kleinen Bucht. Und nur drei Locals. Wir eilen die letzten Meter über das Farmland und setzen unsere ersten Paddelzüge in irische Gewässer. Etwas abseits des Peaks versuchen wir uns die Realität unserer Umgebung bewusst zu machen, als eine Stimme uns aus der Faszination reißt. Einer der Jungs paddelt vorbei und entgegen aller Tradition an Secret Spots blicke ich in bärtiges Grinsen. Wir teilen die kleinen Wellen und träumen uns in die zu schreibende Geschichte in grauen Buchten, zwischen grünen Hügeln, an steilen Küsten. Folgen der Neugier in Langsamkeit, dem Wunder der kleinen Entdeckung auf dem wilden Weg am Atlantik. Um Freiheit zu finden, in Stille auf 600 Metern, im letzten Atemzug eines Sturms weit vor der Küste, auf Fels schlagendes Salzwasser. Wenig später schickt der beginnende September endlich Lebenszeichen an die Küste. Die Bucht zu Füßen des alten Badeortes erwacht zum Leben. Und vor den ergrauten Fassaden touristischer Hochzeiten bleibt das Grinsen den Locals auch bei Wellenperfektion erhalten. In korrekter Reihe am Peak. Der Erste, der Nächste, immer weiter. Erschöpft stehen wir am Abend in den Straßen vergangener Ferienträume. Zwischen Spielhalle, Pub und Wellen. Den Fluchten des einfachen Lebens im Nordwesten. Surf City ohne Hype und Stereotype. Bloß ein zufällig perfektes Riff an durchschnittlichem Stadtstrand. Glücklich von Wellen, Einsamkeit und Langeweile leben wir den immer gleichen Tag. Wirklich einmal nur im zu oft beschworenen Rhythmus der Gezeiten und nicht dem der kleinsten Crowd. Nicht produktiv, nicht kreativ, nur mal wieder draußen.

Mehr über Irland folgt.

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