Umweltkatastrophe in der Nordsee? Giftdepot in Thyborøn

Umweltkatastrophe Nordsee Thyborøn

Mehr als 100 Tonnen Giftmüll drohen bei Thyborøn in die Nordsee zu kippen und eine Umweltkatastrophe auszulösen. Ein Giftmülldepot der Firma Cheminova könnte in wenigen Jahren in der Nordsee versinken und die Chemikalien freigesetzt werden. Eine Petition an die dänische Regierung soll das nun verhindern.

Vor mehr als 50 Jahren vergrub das dänische Chemieunternehmen Cheminova seinen Giftmüll in den Dünen der dänischen Nordseeküste. Weit weg von Menschen und Wohngebieten schien die einsame Landschaft nahe Thyborøn der Ideale Ort für eine Deponie. Günstig und ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen, wurden die giftigen Chemikalien einfach in die Dünenlandschaft gekippt. Damals war die Nordsee noch etliche Meter entfernt, doch die Küste verlor jährlich mehr und mehr Land an die Nordsee. Heute bildet der Rand der Deponie bereits die Uferlinie. Am Strand weisen Warnschilder darauf hin, dort nicht weiter und besonders nicht ins Wasser zu gehen.

Giftmülldepot könnte vom Meer umschlossen werden

Wahrscheinlich ist, dass die Küste in den kommenden Jahren noch mehr Land an die Nordsee verlieren wird. Die Giftmülldeponie könnte so schon bald vom Meer umschlossen sein und Chemikalien freisetzen. Die Folgen wären kaum absehbar und hätten wahrscheinlich auch für Surfer ernste Konsequenzen. Bekannte Spots wie Agger oder Thorsminde liegen nicht nur in unmittelbarer Nähe, auch Thyborøn selbst ist ein beliebter Spot.

Es existieren bereits seit einiger Zeit Grüchte, dass die Wasserqualität in der Umgebung um Thyborøn problematisch sei. Wahrscheinlich sind in den vergangenen Jahrzehnten bereits einige Tonnen verseuchter Sand in die Nordsee gelangt. Nach einem lokalen Fischsterben wurde die Deponie deshalb vor einigen Jahren mit Steinen, Beton und Stahl befestigt.

Petition soll Umweltkatastrophe in der Nordsee verhindern

Seitdem würden die lokalen Behörden allerdings keine weiteren Pläne für die Deponie verfolgen, erzählt uns Oliver, ein Surfer aus dem nahen Klitmøller. Das will eine Gruppe von Aktivisten jetzt ändern. Sie hat eine Petition ins Internet gestellt, die die dänische Regierung dazu auffordert endlich zu handeln und die drohende Umweltkatastrophe zu verhindern.

Damit die Forderung möglichst viel Aufmerksamkeit bekommt, glauben wir, dass die norddeutschen Surfer die Dänen unterstützen sollten, deren Küste und Wellen wir so oft genießen. Also unterschreibt und teilt die Petition, damit die Nordsee vor dieser Umweltkatastrophe bewahrt bleibt!

Für die Dänischsprachigen unter euch, gibt es hier noch mehr Informationen: Høfde 42 Facebookgruppe

 

 

 

 

 

 

 

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