Der Surfing Trooper verlässt das Imperium

um seinem Traum nachzugehen. Eine einfache Sturmtruppe aus dem Star Wars Universum und die besten Wellen dieser Erde. Das ist zunächst einmal alles, was ich über den Surfing Trooper erfahre, als mir der Blog mit den unglaublichen, etwas surrealen Bildern das erste Mal digital über den Weg läuft. Bild auf Bild, ein Helm, ein Surfboard, eine beeindruckende Szenerie. Diese Bilder erzählen die Geschichte, Wörter braucht es dafür kaum. Und so dauert es, bis ich Monate später ganz zufällig Hinweise darauf finde, dass der Surfing Trooper ein Hamburger ist. Andre und seine Freundin Rebecca wollten sich nach einigen Jahren im Job ihren Traum von einer Weltreise erfüllen. Im letzten Moment, erzählt Andre, entschied er sich den Helm des Troopers mitzunehmen. Für ein paar Bilder. Heute haben Andre und Rebecca den wahrscheinlich erfolgreichsten Surfblog aus Deutschland, mit 30 000 Followern auf tumblr und 7 000 Fans auf Facebook. Wir wollten noch mehr wissen und haben nachgefragt:

Surfing Trooper

© alle Bilder: Andre Price – surfingtrooper.com

Surfing Trooper – Interview

coldwatermag: Hej Andre, wie bist du mit deiner Freundin auf die Idee gekommen als Surfing Trooper die besten Wellen und Strände der Erde zu besuchen?

Andre: Rebecca und ich hatten schon ne ganze Weile überlegt eine Weltreise zu machen. Den „Endless Summer“ mal erleben und so. Es schien aber nie der richtige Moment. Alles lief einfach zu gut. Also auch im Job etc.. Aber als plötzlich mein Onkel starb, wurde mir klar, dass es sich nicht lohnt den perfekten Moment abzupassen, denn den scheint es nie zu geben. Nach dreizehn Jahren Hardcore in der Werbung hatte ich sowieso meine berechtigten Zweifel am System. Ich bin erst spät in der Branche eingestiegen und bin selten den direkten Weg gegangen. Das mache ich auch heute nicht wirklich. But back to the Trooper.

Der Tag der Abreise war gekommen und ich hatte am Abend zuvor Rebecca gesagt, dass es der Hammer wäre die komplette Stromtrooper Rüstung mitzunehmen und diverse Fotos zu machen. Wir fanden nämlich den Gedanken spannend, dass ein einfacher Trooper das Imperium verlässt, um seinem Traum nachzugehen. Ganz wie wir halt. Ich habe dann mal das Netz gecheckt, um zu sehen ob das irgendwie machbar wäre. Aber mir wurde schnell klar, dass das nicht geht. Ich hatte ja zwei Boards und einen Mörder Rucksack dabei. Also haben wir die Idee geknickt. Als das Taxi dann klingelte habe ich noch mal zu meinem Helm geschaut und dachte mir „Geil wärs ja schon…“ (Kennt ja jeder. „Wäre es nicht geil wenn man dies oder das mal machen würde…“) und ZACK, habe ich das Ding eingepackt.

“Life moves pretty fast. If you don’t stop and look around for a while, you could miss it.“ – Ferris Bueller’s Day Off.

Surfing Trooper

coldwatermag: Wir sind sehr froh, dass du den Helm noch eingepackt hast! Wir lieben die Bilder auf eurem Blog, es sieht so aus als ob ihr immer viel unterwegs seid, stimmt das?

Andre: Wann immer ich die Chance bekomme, ziehe ich mit Board und Helm los. Meine ganze Kohle steckt in meinen Reisen. Ich investiere lieber in Erfahrungen als in Gegenstände. (blah! stimmt aber)

coldwatermag: Wer macht bei euch die Bilder? Und wie würdest du euren Stil beschreiben?

Andre: Für gewöhnlich läuft es so ab, dass ich mir Gedanken mache und das Setup grob plane. Für gewöhnlich geht das mega schnell. Jetzt echt, nie mehr als 10 Schüsse und keine großen Vorbereitungen. Wenn Rebecca dann „geknipst“ hat, schnappe ich mir das Material und gebe mir dann ein bis zwei Stunden mit Photoshop. 5 der 75 Bilder hat auch mal ein befreundeter Fotograf gemacht. Der liebe Jo Henker. Die Post ging aber dann wieder über mich. Die Motive haben wir gemeinsam entwickelt.

Ich wollte nie einen Leistungsdruck aufbauen. Es sollte immer quick und dirty sein. Das ist bis heute so. Der Spaß steht im Vordergrund und nicht der Erfolg oder Misserfolg.

Surfing Trooper

coldwatermag: Kann man mit dem Helm eigentlich surfen, sieht man da überhaupt was? 

Andre: Ja, das kann man schon. Habe ich auch, aber die Bilder sehen kacke aus. Dazu kommt, dass der Duckdive mega schmerzt. hehe.

coldwatermag: Ihr habt mit dem Surfing Trooper den wahrscheinlich erfolgreichsten Surfblog aus Deutschland, wie kommt man zu 30.000 Followern auf Tumblr und 7.000 Fans auf Facebook? War das geplant?

Andre: Nee, geplant war das nicht. Wir wurden recht schnell von den großen Blogs entdeckt. Unter anderem „Wired“, „MTV“ etc.. Dann ging es recht schnell. Vor ein paar Tagen hat sogar die „Daily Mail“ aus Großbritannien einen Artikel verfasst und jetzt „knallts“ wieder, was uns sehr freut. Das hatte sogar zur Folge, dass wir auf starwars.com erwähnt wurden. Und die posten nur selten Blog Content. Als STAR WARS Geek kann ich jetzt sterben. Alles erreicht. 😉

Surfing Trooper

coldwatermag: Die Stormtrooper gehören ja zur dunklen Seite. Warum sind eigentlich immer die Bösen die Coolen?

Andre: Weil „nur“ gut sein langweilig ist. Ein „Bösewicht“ kann zumindest eine Entwicklung zur Light Side machen und dabei ein wunderbares Spektrum an Eigenschaften vereinen.

coldwatermag: Schön gesagt! Eine Frage haben wir noch. Dieses Jahr kommt Episode 7 ins Kino, produziert von Disney. Star Wars und Disney, glaubst du das passt?

Andre: Ich hasse die fucking Prequels. Es kann nicht schlechter werden! Da ich habs gesagt. Die Prequels sind der Beweis dafür, was passiert, wenn man keinen Input von außen zulässt und von „Yes-men“ umgeben ist. Ich öffne meine „Ideen“. Das hilft immer und das Ergebnis kann nur besser werden. In J.J. we trust!

Surfing Trooper

Danke für deine Zeit und Zeilen!

Und den Blog des Surfing Troopers findet ihr hier: surfingtrooper.com

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