Bücher für die Sehnsucht

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Vor einiger Zeit hat Clemens angefangen, nach Büchern über Reisen und Surfen zu suchen. Es sollten Bücher sein, die inspirieren, Sehnsucht wecken, den Lebensstil verkörpern, den wir so lieben. Kein Krimi oder Standardroman. Es war aber gar nicht so einfach, solche Bücher zu finden. Ein paar Mal standen wir in Bücherläden, wussten aber nicht so recht wo wir suchen sollten. Irgendwann wurde Clemens Online fündig und mittlerweile wächst unser Bücherregal stetig. Viele der Bücher sind auf Englisch. Das mag daran liegen, dass es nicht immer sehr bekannte Bücher mit hohen Auflagen sind und keine deutschen Übersetzungen existieren. Vor allem aber haben wir festgestellt, dass die vorhandenen Übersetzungen nicht immer gut sind. Gerade gängige Begriffe wurden völlig verrückt ins Deutsche übertragen (Wie kommen die bloß auf Flossen, wenn es um Finnen geht?!). Die Stimmung kommt im Original meist viel besser durch, also gleich bisschen Englisch üben.
Am liebsten lese ich die Bücher auf Trips , wenn ich gerade selber am Meer bin und surfen kann. Es macht Hunger nach mehr und irgendwie treibt es mich auch beim Surfen selbst an. Hier zeige ich euch unsere ersten drei Surfbücher, sogar in der Reihenfolge, in der ich sie gelesen habe.

Boarderlines von Andreas Brendt

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Boarderlines kennen vielleicht schon einige von euch. In den letzten Jahren hat es in der deutschen Surfszene einige Bekanntheit erlangt. Wenn ihr mal in Seignosse zum ADH wart, dann habt ihr vielleicht sogar Andi kennengelernt und seine Lesung (mehrmals) gehört. Das Buch ist auf Deutsch und ein biografischer Reise-Abenteuer-Roman.

Worum es geht:
Andi studiert VWL und Sport in Köln auf dem besten Weg Karriere zu machen. Doch dann wird er in den Semesterferien auf Bali vom Surfvirus infiziert. Von da an werden sämtliche Ferien mit Surfen, fremden Ländern und Menschen, Abenteuern und Leidenschaft gefüllt. „Eine Erzählung über 10 Jahre langes Reisen und die Sehnsucht nach Abenteuer. Über ein Leben zwischen Pistolen, Edelsteinen, Malaria, einer entlegenen Insel, gemeinen Ganoven, allwissenden Professoren und deutschen Bierdosen. Über Freundschaft und Monsterwellen. Und natürlich die Liebe.“

Ich fand das Buch sehr inspirierend und unterhaltsam. Es war witzig geschrieben und man kann sich durch die Ich-Perspektive gut hineinversetzen. Hier wird das typische Dilemma des surfenden Studenten deutlich. Die Semesterferien sind wunderbar und lang und lassen viel Raum zum Reisen, wenn nur nicht die lange Zeit zwischen ihnen wäre. Gefüllt mit Sehnsucht und Fernweh und dem pflichtbewussten Versuch, etwas zu lernen. Kennen wir wohl alle. Tatsächlich schafft er es am Ende einige Jahr nonstop unterwegs zu sein. Ich könnte das Buch gut nochmal lesen, kann es absolut empfehlen.

Riding the Magic Carpet von Tom Anderson

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Riding the Magic Carpet ist auf Englisch und das erste von drei Büchern des Walisers Tom Anderson. Es ist ebenfalls autobiografisch.

Worum es geht:
Das typische Leben eines britischen Surfers. Die heimischen Wellen sind nicht genug, deshalb reist Tom um die ganze Welt auf der Suche nach Wellen. Allerdings mit einem Ziel: Eines Tages seine persönliche perfekte Welle zu reiten – Jeffrey’s Bay. Seine Reisen sind seine Vorbereitung. Besser werden, immer mehr, bis er eines Tages am Ort seiner Träume ist. „A surfer’s odyssee to find the perfect wave“.
Vieles kommt einem bekannt vor: Er in Großbritannien, wir in Deutschland und Dänemark. Manchmal haben wir Glück und wir bekommen richtig gute Wellen, aber manchmal gibt es auch lange Flatness, Wind, Chaos, Kälte. Immer wird der nächste lange Trip in die Ferne geplant. Sein großes Ziel, Jeffrey’s ‚full on‘ zu surfen, inspiriert dazu, sich eigene Ziele zu stecken. Witziger Weise merkt man tatsächlich am Schreibstil, dass er Brite ist. Am Anfang musst man sich etwas einlesen und sich an den Slang gewöhnen, trotzdem war es sehr gut, lustig und lesenswert. Ich freue mich schon auf die anderen zwei!

Breath von Tim Winton

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Breath ist ebenfalls auf Englisch, diesmal australischer Slang. Es gibt auch eine deutsche Version, Atem, des Romans.

Worum es geht:
Bruce Pike erzählt in der Retrospektive von seiner Kindheit. Gemeinsam mit seinem Freund Loonie und später ihrem Mentor Sando entdeckt er als junger Teenager das Surfen. Es ist eine Geschichte des Erwachsenwerdens voller Abenteuer ohne Regeln und Grenzen, voller Freundschaft, Lust, Freundschaft, Angst, Intensität und Atem. „These are experiences that will far outlast his adolscence.“

Ehrlich gesagt hinterließ dieses Buch bei mir eine eher melancholische Stimmung. Mir gefällt es, dass es um mehr geht als nur das Surfen an sich und Reisen geht, eigentlich spielt es die meiste Zeit in einem kleinen Ort in Westaustralien. Es ist definitiv ein tiefgründigeres Buch, ich wollte es bald noch mal auf deutsch Lesen, vielleicht blicke ich dann noch besser durch. Clemens hat es übrigens gut gefallen.

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