„Before the Flood“ – Nach uns die Sintflut war gestern

Klimawandel und was wir dagegen tun können, ist ein großes Thema unserer Zeit. „Before the Flood“ mit Leonardo DiCaprio ist ein gelungenes Werk, dass dröge Dokuatmosphäre beiseiteschiebt und anregt. Am Ende des Artikels findest du die Doku in voller Länge.

Before the Flood

In dem 96-Minütigen Dokumentarfilm von Fisher Stevens begibt sich Leonardo DiCaprio auf eine Reise um die Welt. An Orte, die offensichtlich dem Klimawandel zum Opfer fallen: Grönland, wo immer mehr Eis wegschmilzt, Inseln wie Kiribati, die bald vom Ozean verschlungen werden, oder Sumatra, wo die Palmölgewinnung Wälder und Lebensraum zerstört. Dabei trifft er Politiker, Wissenschaftler und Unternehmer, den Papst, Obama, Elon Musk und viele mehr. Er führt Gespräche, fragt nach und zeigt dem Zuschauer den Klimawandel in Bildern.

Hier bei National Geographics gibt es einzelne Episoden mit Interviews.

Die eine oder der andere hätte seinerzeit sicher gern mit seiner Ex Toni Garrn getauscht, doch Leo ist nicht nur gut für Filme, sondern engagiert sich schon seit Jahren für den Naturschutz. Nicht umsonst, 2014 wurde er zum Friedensbotschafter für Klimaschutz der Vereinten Nationen ernannt. Und wenn er sein Gesicht und seinen Status dafür nutzt, dass mehr Menschen aufmerksam werden, dann soll es so sein.

Klimawandel ist real. Selbst wenn halb US Amerika nicht überzeugt ist. Sogar führende US-Politiker wie Senator James Inhofe und der neu gewählte Präsident Trump verleugnen diese Tatsache. Dennoch schmelzen die Polkappen, Tiere sterben aus, Stürme und andere Naturkatastrophen häufen sich. Der Film zeigt, was wir eigentlich wissen: Klima- und Umweltschutz lohnen sich. Lieber ein paar mehr Windkraftanlagen direkt vor der Haustür, als scheinbar unsichtbare Kohlekraftwerke weit weg.

Der Film zeigt eine sehr amerikanische Sicht der Dinge, Palmöl in Mac&Chees und Doritos und viele wie Trump oder Fox News, die Klimawandel als verrückten Scherz darstellen. Trotzdem beschränkt sich Klimawandel nicht auf einzelne Länder oder Kontinente, sondern geht uns alle etwas an. Umweltschutz ist nicht perfekt. Wir tun jeden Tag Dinge, die wir aus Sicht der Erde besser nicht machen sollten. Und auch Leo ist kein Engel – auch er fliegt mit dem Flugzeug dreimal um die Welt um seine Filme oder sogar diese Doku zu verwirklichen, genau wie wir immer den Wellen hinterherfliegen. Wir könnten das nun stundenlang kritisieren und diskutieren. Aber trotzdem macht er etwas, organisiert, spendet, reflektiert. Und wenn jeder nur ein bisschen Gedanken an das Thema verschwendet und halb so viele Taten umsetzt, können alle zusammen doch etwas verändern.

Before the Flood

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